Heizen im Winter 7 simple Tipps & Tricks zum Energiesparen

Ihre Heizung wirft Ihr Geld zum Fenster raus? Mit unseren 7 Tipps ist Schluss damit!

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Heizen im Winter - 7 simple Tipps & Tricks zum Energiesparen

Der Winter steht vor der Tür. Angesichts eisiger Temperaturen dürfte es die meisten Menschen in die eigenen vier Wände ziehen, um dort den Komfort der wohlig-warmen Innenräume zu genießen. Für diese kuschelige Wohlfühlatmosphäre muss natürlich die Heizung auf Hochbetrieb laufen – das kostet aber viel Gas und somit viel Geld.

Das macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar, die Heizung ist nämlich für bis zu 80 Prozent der im Haushalt benötigten Energie verantwortlich. Das muss nicht sein, denn durch ineffizientes Heizen verschwenden viele Haushalte unnötig Energie. Das schadet nicht nur dem Konto, sondern auch dem Klima.

Schluss damit! Wir geben Ihnen sieben einfache Tipps an die Hand, um richtig zu heizen.

1) Thermostat verstehen: Das bedeuten die Einstellungen

Der Regler an Ihrer Heizung wird auch als Thermostat bezeichnet. Doch wissen Sie, was die Zahlen auf dem Thermostat eigentlich genau bedeuten? Sie stehen nicht dafür, wie schnell oder stark ein Raum beheizt wird. Dennoch stellen viele Verbraucher den Regler gerne auch mal direkt auf die 5.

In Wirklichkeit gibt die Zahl lediglich an, welche Innentemperatur erreicht werden soll. Ein Thermostat besitzt einen integrierten Fühler, der die Raumtemperatur misst und automatisch mit dem eingestellten Sollwert vergleicht. Sobald dieser Wert erreicht ist, wird das Heizen eingestellt, damit Sie nicht fortwährend nachjustieren müssen.

Normalerweise gibt es folgende Stufen:

  • Stufe 1: ca. 12° C
  • Stufe 2: ca. 16° C
  • Stufe 3: ca. 20° C
  • Stufe 4: ca. 24° C
  • Stufe 5: ca. 28° C

Das Thermostat müssen Sie also nicht voll aufdrehen, denn 28 Grad sind weder nötig noch komfortabel und verschwenden nur Energie. Für normale Wohnräume ist Stufe 3 vollkommen ausreichend – das ist die Grundeinstellung, welche deshalb häufig mit einer Sonne versehen ist.

Mitunter gibt es auch einen Halbmond zwischen der 1 und der 2, diese Einstellung (14 °C) empfiehlt sich nachts. Ganz links am Regler findet sich zudem oftmals ein Stern oder eine Schneeflocke: Damit wird die Frostschutzstellung markiert. Hier wird nicht geheizt, aber dennoch das Einfrieren der Rohre verhindert – das ist perfekt für Kellerräume.

2) Vermeiden Sie zu hohe Temperaturen

Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihres Thermostats und verzichten Sie auf eine zu hohe Einstellung am Temperaturregler. Gerade tropische Saunaverhältnisse müssen nicht sein: Langfristig sorgt das nur für stickige und trockene Luft, was nicht nur unangenehm, sondern ebenso ungesund ist. Für die normalen Wohnbereiche ist die Grundeinstellung (20° C) wie bereits erwähnt vollkommen ausreichend.

Lediglich im Badezimmer empfehlen wir zwischen 22 und 24 °C. Etwas kälter als in den Wohnräumen kann es hingegen in der Küche sein, und gerade im Schlafzimmer sind 16 bis 18° C ideal. So sorgen Sie für kühle Luft, die wiederum für einen erholsamen Schlaf sorgt. Solche gemäßigten Innentemperaturen lohnen sich auch finanziell, denn bereits ein Grad weniger senkt die Heizkosten um bis zu sechs Prozent.

3) Schließen Sie nachts die Vorhänge

Apropos Nacht: Während der Schlafenszeit sollten Sie alle Gardinen, Vorhänge oder Rollos schließen. Das bietet nicht nur Sichtschutz und Dunkelheit, sondern trägt auch dazu bei, dass eine isolierende Luftschicht entsteht. Diese sorgt dafür, dass keine Innenwärme unnötig ins Freie entweicht.

Tagsüber ist das selbstverständlich nicht praktikabel, aber nachts gibt es ohnehin kein einfallendes Sonnenlicht, sodass Sie die Vorhänge vor Ihrem Fenster beruhigt schließen können. So behalten Sie die vorhandene Raumwärme im Haus.

4) Sorgen Sie für optimale Dichtung & Dämmung

Dass letztlich aber doch etwas Hitze entweicht, ist unvermeidbar. Diesen Wärmeverlust können Sie indes minimieren, indem Sie etwas gegen undichte Türen und Fenster unternehmen. Denn diese sind eine weitere vermeidbare Ursache für verschwendete Energie.

Vor allem Dichtungen in Tür- und Fensterrahmen werden irgendwann durchlässig, hier sollten Sie deswegen selbst nachhelfen. Schon mit Dichtungsbändern aus Gummi oder Schaumstoff lässt sich das Problem im Handumdrehen beheben, diese sind in jedem Baumarkt erhältlich.

Gleiches gilt für schlecht isolierte Wände, besonders in den Gegenden hinter den Heizkörpern. Diese können Sie zusätzlich dämmen, beispielsweise mit Dämmmatten, die sie dann direkt hinter der Heizung anbringen. Auch diese gibt es im örtlichen Baumarkt, lassen Sie sich dort von kundigen Experten beraten.

5) Stellen Sie alle Heizkörper frei

Wichtig ist nicht nur der Bereich hinter, sondern auch vor dem Heizkörper. Achten Sie hier unbedingt darauf, dass diese stets freistehen und nicht durch Gegenstände oder Textilien versteckt werden, selbst wenn das optisch unschön ist. Große Möbelstücke gehören deswegen nie direkt vor die Heizung, und Vorhänge sollten nur das Fenster und nicht den Heizkörper bedecken.

So gewährleisten Sie eine uneingeschränkte Luftzirkulation, welche die erzeugte Wärme gleichmäßig und effizient im Raum verteilt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Über einen freistehenden Heizkörper freut sich auch das Thermostat, denn der Temperaturfühler kann nur dann die Raumtemperatur korrekt messen.

6) Lassen Sie Ihre Heizung warten

Eine Heizung ist eine technische Einrichtung und ist deswegen anfällig für Fehlfunktionen wie jedes andere Gerät auch. Deswegen sollten Sie diese regelmäßig warten, wir empfehlen einen jährlichen professionellen Check. Vereinbaren Sie am besten im Herbst einen Termin beim Techniker, so ist die Heizung für die Wintermonate im besten Zustand.

Bei der Wartung können Sie auch die Entlüftung der Heizkörper veranlassen. Luft im Heizkörper kann sich beispielsweise durch störendes Gluckern beim Heizen bemerkbar machen. Das bedeutet wiederum, dass das Heizwasser nicht optimal zirkuliert, und die Heizung ihre Arbeit nicht mit maximaler Effizienz verrichtet.

7) Der Klassiker: Keine gekippten Fenster!

Zuletzt wollen wir einen wohlbekannten Tipp nicht vergessen: Lassen Sie das Fenster nicht dauerhaft gekippt! Die regelmäßige Lüftung der Innenräume ist unabdingbar, schließlich stört stickige Luft ungemein und ist zudem schlecht für die Schleimhäute. Den dabei entstehenden Wärmeverlust sollten Sie aber minimieren – das geht am besten mit einer Stoßlüftung. Dabei müssen Sie alle Fenster ungefähr fünf Minuten sperrangelweit öffnen, das sorgt für einen gesunden Durchzug.

Bei gekippten Fenstern wird die Luft hingegen viel langsamer und ineffizienter ausgetauscht, und es entweicht fortwährend kostbare Raumwärme ins Freie. Zusätzlich kühlen die Wände allmählich aus, was wiederum mit weiterem Heizen kompensiert werden muss. Dauerlüften ist deswegen ein absolutes No-Go!

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